{"id":619,"date":"2015-09-29T18:43:16","date_gmt":"2015-09-29T16:43:16","guid":{"rendered":"http:\/\/deutsch.bashariyat.org\/?p=619"},"modified":"2015-10-03T18:46:01","modified_gmt":"2015-10-03T16:46:01","slug":"appell-an-den-un-menschenrechtsrat-willkuerlich-inhaftierte-journalisten-im-iran-freilassen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/deutsch.bashariyat.org\/?p=619","title":{"rendered":"Appell an den UN-Menschenrechtsrat: Willk\u00fcrlich inhaftierte Journalisten im Iran freilassen!"},"content":{"rendered":"<p><strong>Der Bruder des im Iran inhaftieren Journalisten Jason Rezaian hat einen bewegenden Appell an den UN-Menschenrechtsrat gerichtet: &#8222;In dem Ma\u00dfe, wie Jason aus Gr\u00fcnden der inneriranischen und internationalen Politik gefangen gehalten wird, sind diese Taktiken rechtswidrig und unmenschlich. Er und andere Journalisten d\u00fcrfen nicht gefangen gehalten werden, nur, weil sie ihre Rechte wahrnehmen und ihrem Beruf nachgehen.&#8220;<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong>Der Journalist Jason Rezaian, ein Korrespondent der Washington Post, ist seit Juli 2014 im Iran in Haft. Menschenrechtlern zufolge wurde er allein deshalb verhaftet, weil er sein Recht auf Meinungsfreiheit, Versammlungsfreiheit und politische Teilnahme wahrgenommen hat. Der UN-Sonderberichterstatter zur Menschenrechtslage im Iran, Ahmed Shaheed, hat das Teheraner Regime bereits im August aufgefordert, sicherzustellen, dass Journalisten wegen der Aus\u00fcbung ihres Berufs keine Verfolgung droht. \u201eDer Fall Rezaian ist Teil einer umfassenderen Unterdr\u00fcckung der Meinungsfreiheit im Iran. Journalisten m\u00fcssen gesch\u00fctzt, nicht schikaniert, verhaftet oder verfolgt werden\u201c, betonte er.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Am 15. September hat Ali Rezaian, der Bruder des inhaftierten Journalisten, in einer Erkl\u00e4rung an den UN-Menschenrechtsrat appelliert, sich f\u00fcr die Freilassung seines Bruders und anderer Opfer willk\u00fcrlicher Verhaftungen einzusetzen. In der Erkl\u00e4rung hei\u00dft es u.a.:<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u201eMein Bruder, Jason Rezaian, ist ein Korrespondent der Washington Post, der in rechtswidriger Weise seit 420 Tagen im Iran in Haft ist; ihm werden Verbrechen vorgeworfen, die er nicht begangen hat. Wir haben eine Petition bei der UN-Arbeitsgruppe zu Willk\u00fcrlichen Verhaftungen eingereicht, damit sie dringend zur Freilassung von Jason aufruft. Heute m\u00f6chte ich diese Bitte wiederholen und diesen Rat und alle Mitgliedsstaaten bitten, sie zu unterst\u00fctzen.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Der Iran erkennt an, dass er an die Universelle Erkl\u00e4rung der Menschenrechte und an den Internationalen Pakt \u00fcber B\u00fcrgerliche und Politische Rechte gebunden ist. Dennoch hat der Iran in diesem Fall wiederholt \u2013 und bis heute ungestraft \u2013 gegen diese Gesetze versto\u00dfen. Jason und seine Frau wurden ohne eine rechtliche Grundlage verhaftet, sie wurden \u00fcber Monate in Einzelhaft gehalten, wo sie tagelang endlosen aggressiven Verh\u00f6ren unterzogen wurden.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Jason wurde k\u00f6rperlich und seelisch misshandelt. Er leidet an schweren unbehandelten Infektionen, hat 25 Kilo abgenommen und mit Atemwegs- und anderen Krankheiten zu k\u00e4mpfen. Seine seelische Gesundheit wird angesichts der andauernden Isolation und Einsch\u00fcchterung von Tag zu Tag schlechter.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Fast f\u00fcnf Monate lang hielt der Iran ihn ohne formelle Anklage gefangen, ihm wurde ein ordentliches Gerichtsverfahren ebenso verweigert, wie der Zugang zu einem Anwalt. Als dann die Anklage erfolgte, verweigerte der Iran ihm einen Anwalt seiner Wahl und verz\u00f6gerte das einzige vor dem Gerichtsverfahren erfolgte Treffen um vier Monate.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Das Verfahren selbst war eine Farce. Es war nicht \u00f6ffentlich und in keiner Weise ein ordentliches Verfahren, es wurden keine Beweise vorgelegt, es wurde wiederholt verz\u00f6gert und war von Grund auf unfair.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Das Verhalten des Irans verst\u00f6\u00dft gegen Menschenrechte und Freiheiten, die sowohl in der Universellen Erkl\u00e4rung der Menschenrechte als auch im Internationalen Pakt \u00fcber B\u00fcrgerliche und Politische Rechte garantiert sind, und spiegelt einen kompletten Missbrauch des iranischen Rechtswesens wieder. Das Verhalten des Iran in diesem Fall wurde bereits von unabh\u00e4ngigen Experten der UNO verurteilt, darunter von Dr. Seong-Phil Hong, Vorsitzender der Arbeitsgruppe zu Willk\u00fcrlichen Verhaftungen, Professor David Kaye, Sonderberichterstatter f\u00fcr Meinungs- und Redefreiheit, und Dr. Ahmed Shaheed, Sonderberichterstatter f\u00fcr die Menschenrechtslage im Iran.<\/strong><\/p>\n<p><strong>In dem Ma\u00dfe, wie Jason aus Gr\u00fcnden der inneriranischen und internationalen Politik gefangen gehalten wird, sind diese Taktiken rechtswidrig und unmenschlich. Er und andere Journalisten d\u00fcrfen nicht gefangen gehalten werden, nur, weil sie ihre Rechte wahrnehmen und ihrem Beruf nachgehen.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Ich appelliere an den Iran, internationales Recht einzuhalten und Jason unverz\u00fcglich freizulassen. Ich bitte diesen Rat, seine Arbeitsgruppe, die Sonderberichterstatter und alle Mitgliedsstaaten, dabei mitzuhelfen, die Freilassung meines Bruders und aller Opfer willk\u00fcrlicher Verhaftungen zu erreichen.\u201c<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Bruder des im Iran inhaftieren Journalisten Jason Rezaian hat einen bewegenden Appell an den UN-Menschenrechtsrat gerichtet: &#8222;In dem Ma\u00dfe, wie Jason aus Gr\u00fcnden der inneriranischen und internationalen Politik gefangen gehalten wird, sind diese Taktiken rechtswidrig und unmenschlich. 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